Rosen im Frühling stärken: So bleiben Rosen gesund und blühfreudig

IMG_4875_Lachner Rosengarten

Nicht nur wir freuen uns über die ersten warmen Tage jetzt im Frühling. Sondern auch viele Sträucher und Gehölze – unsere heißgeliebten Rosen eingeschlossen – starten jetzt mit dem Austrieb. Damit steigt auch meine Vorfreude auf die ersten Rosenblüten. Zudem freue ich mich sehr darüber, dass meine Rosen-Stecklinge aus dem vergangen Jahr so prima angewachsen sind. Damit diese vital in die neue Saison starten und später üppig blühen können, habe ich ihnen eine Frühjahrskur gegönnt.

Um das pflanzeneigene Immunsystem zu aktivieren, werden die Rosen mit Pflanzenstärkungsmitteln versorgt. Auch wenn diese nur der Vorbeugung vor Krankheiten und Schädlingen dienen und keine heilende Wirkung haben, lohnt es sich dennoch sie zu anzuwenden. Schließlich sind gesunde Pflanzen robuster und widerstandsfähiger und werden daher nicht so schnell krank oder von Schadorganismen befallen.
Im Frühjahr entscheidet sich, wie gut die Rose mit Stress, wechselhaftem Wetter und den ersten Krankheitserregern zurechtkommt. Wer früh vorbeugt, spart sich später oft viel Aufwand im Beet.

Die Basis: Boden beleben

Der erste Schritt zu gesunden Rosen ist ein aktiver Boden. Durch Effektive Mikroorganismen wird das Bodenleben verbessert. Was diese im Boden bewirken, darüber habe ich hier schon geschrieben. Auch bei der Rosenpflege bilden die sogenannten Bodenaktivatoren die Grundlage, um das Bodenleben zu verbessern. Diese sind als Pulver oder Granulat erhältlich, aber in flüssiger Form. Entsprechend der Packungsbeilage werden diese dosiert in den Boden eingearbeitet. Ergänzend dazu sollten Rosen alle zwei bis drei Jahre mit reifem Kompost versorgt werden. Dazu eine etwa drei Zentimeter dicke Schicht im Wurzelbereich auftragen.

Der richtige Zeitpunkt: Wann sollte man Rosen stärken?

Jetzt wenn die Forsythien blühen, ist der richtige Zeitpunkt die Rosenpflege mitsamt dem Frühjahrsschnitt anzugehen. Worauf beim Schneiden genau zu achten ist, darüber informiert recht ausführlich der Beitrag des Kleinen Einmaleins des Rosenschnittes.

Um nach dem Schnitt die Rosen gut zu versorgen, empfiehlt sich eine Spritzung mit einem Pflanzenstärkungsmittel. Viele Pflanzenstärkungsmittel bestehen aus flüssigen Grundstoffen, die sich meist recht einfach mit einem Drucksprüher ausbringen lassen. In einem großen Rosengarten kann zum Beispiel ein Helfer, wie der neue Birchmeier Accu Star 1.5, dabei eine große Hilfe sein. Denn damit erübrigt sich das manuelle Pumpen und die Gartenarbeit macht gleich doppelt Spaß. Der Handel hält viele Mittel bereit, mit denen die Gesunderhaltung von Rosen gefördert werden, wie z.B. Blatt-Aktivatoren bzw. Blatt-Dünger.

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Die Rosenstecklinge aus dem letzten Jahr treiben schon ordentlich aus und freuen sich jetzt im Frühling über einen sanften Nebel mit Schachtelhalm-Extrakt aus dem Accu Star 1.5.


Pflanzenstärkung richtig anwenden

Viele Mittel zur Pflanzenstärkung für Rosen werden zwischen März und Mai ausgebracht. Die Anwendung kann etwa alle zwei Wochen wiederholt werden. Entscheidend ist, dass die Pflanzen gründlich eingesprüht werden – auch die Blattunterseiten sollten tropfnass benetzt sein. Begonnen wird idealerweise an den ersten warmen Tagen, sobald die Rosen austreiben und die ersten Blättchen sichtbar sind.

Wichtig ist außerdem das richtige Wetter: Gespritzt werden sollte besser an einem bewölkten Tag und nicht bei direkter Sonne. So lässt sich vermeiden, dass die Blätter unnötig belastet werden.

Ebenfalls wichtig: Pflanzenstärkung ersetzt in der Regel keine Düngung, sondern ergänzt sie. Im Frühjahr sollte deshalb zusätzlich ein langsam fließender organischer Dauerdünger gegeben werden, damit die Rosen ausreichend Nährstoffe erhalten

Rosenkrankheiten vorbeugen statt später bekämpfen

Bei Rosen treten oft Rosenrost, Sternrußtau oder Echter Mehltau auf. Um diesen Pilzkrankheiten vorzubeugen, können ab Mitte April bis Mitte Juli Pflanzenstärkungsmittel auf der Basis von Schachtelhalm auf die Blätter gespritzt werden. Aber auch homöopathische Pflanzenpflegemittel stärken die Rosen und beugen dem Pilzbefall vor.

Zur Vorbeugung von Schädlingsbefall kommen außerdem häufig Brennnessel-Brühen zum Einsatz. Wer diese nicht selbst ansetzen möchte, findet auch fertige Präparate im Handel. Entscheidend ist dabei immer der vorbeugende Ansatz: Rosen sollen widerstandsfähiger werden, bevor überhaupt ein größerer Befall entsteht. Wenn Sie Brennesseljauche selbst herstellen möchten, kommen Sie hier zum Rezept.

Praktisch kann bei der Rosenpflege auch die Verwendung von Kombipräparaten gegen Läuse, Raupen und die gängigen Rosenpilze sein. Sie gelten allerdings als Pflanzenschutzmittel und nicht als Pflanzenstärkungsmittel, weil sie Pilze und Krankheiten bekämpfen. Deshalb werden sie erst ab dem Befallsbeginn oder den ersten Krankheitsanzeichen angewendet. Danach sollte der Pflanzenschutz damit alle zwei Wochen durchgeführt werden.

Vertiefendes Wissen zur Pflanzenstärkung mit Grundstoffen kann hier nachgelesen werden.

So sehen starke Rosen im Frühjahr aus

Gut versorgte Rosen zeigen schon früh, dass sie kräftig in die Saison starten: frische Triebe, vitales Blattgrün und ein insgesamt gleichmäßiger Austrieb sind gute Zeichen. Gerade junge Rosen oder Stecklinge aus dem Vorjahr profitieren jetzt besonders von sanfter Unterstützung. Wer ihnen im Frühling die richtigen Bedingungen schafft, verbessert die Chancen auf eine üppige und gesunde Blüte im Sommer deutlich.

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Über Christine Schonschek

Foto-Christine-Schonschek_klChristine Schonschek ist seit 2006 als freiberufliche Fachjournalistin für verschiedene Verlage und Online-Medien tätig. Sie beschäftigt sich dabei gerne nicht nur mit allem was grünt und blüht, sondern auch technische Themen machen ihr Freude. Sie schreibt sowohl für den Hobby- als auch auch für den Profigärtner. Wenn sie mal nicht für ein Interview unterwegs ist oder am Schreibtisch sitzt, um an einem der Beiträge zu schreiben, ist sie im eigenen Hausgarten oder Gewächshaus tätig und probiert auch gerne mal etwas Neues aus oder genießt beim Wandern die Natur.

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